Forschungsatelier: „Solidarität denken und praktizieren: Frankreich, Deutschland, Europa und die Welt im 19. und 20. Jahrhundert“, 11.10.2018-13.10.2018, Strasbourg, Maison Interuniversitaire des Sciences de l’Homme – Alsace

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Rivalität oder Solidarität, diese Optionen scheint die Menschheit angesichts großer Herausforderungen abzuwägen. Solidarität kann sich aus vielfältigen Quellen speisen: der zwischenmenschlichen Empathie, dem Willen zur Selbstorganisation von Gerechtigkeit, oder auch aus der von der Vernunft geleiteten, bürokratischen Organisation von Gesellschaft etwa im Rahmen des Nationalstaates. Ein Bedürfnis nach Solidarität erwächst insbesondere aus Krisen, aber auch aus der fortwährenden Spezialisierung der Arbeit, die die wechselseitige Abhängigkeit von Menschen verstärkt und die einher geht mit der komplexer werdenden Gesellschaftsordnung. Zunächst begrenzt auf einen engen geographischen, sozialen und politischen Raum, scheint Solidarität heute in dem Maße ihre Grenzen auszuweiten, wie die Kommunikation über größere Räume zunimmt und der « Andere », der zuvor Ausgeschlossene, näher rückt. Damit Solidarität sich konkretisiert, bedarf es jedoch nicht nur einer Technik, die den Austausch erleichtert, es bedarf vielmehr auch einer Idee, eines Bewusstseins, das sich verbreitet, und einer Reihe kultureller Praktiken, die sich den ständig verändernden Umständen anpassen.

Das Ziel der Tagung, die vom Deutsch-Französischen Historikerkomitee und der Universität Straßburg gemeinsam organisiert wird, ist es, nationale und transnationale Ideen und Praktiken der Solidarität in der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts herauszuarbeiten und im größeren historischen Verlauf zu verorten. Ausgangspunkt der Untersuchungen sind der deutsch- und der französischsprachige Raum, doch angrenzende oder entfernte Räume, so der transatlantische Raum, der europäische oder globale Süden, oder die beiden « Europas » des Kalten Krieges sollen dort berücksichtigt werden, wo Ideen und Praktiken der Solidarität sie einbeziehen.

Programm: http://www.historikerkomitee.de/wordpress/wp-content/uploads/Programme-definitif-penser-et-pratiquer-la-solidarit%C3%A9.pdf

„Seit vielen Jahren organisiert das Frankophone Forschungsseminar der Universität Leipzig (FFSL) den Forschungstag „Frankreich und Frankophonie“. Da dieses Format stets auf großes Echo gestoßen ist, freuen wir uns, dass im Jahr 2019 das Institut für Romanistik der Universität Innsbruck als Gastgeber fungieren darf. Nach Leipzig (2008-2011, 2014, 2017), Frankfurt (2012), Siegen (2013) und Bayreuth (2016)

Ein Wind des Aufruhrs fegt 1968 über Europa hinweg, von Ost nach West, von West nach Ost, angefangen bei der großen Berliner Demonstration gegen die amerikanische Offensive in Vietnam im Februar über die Studentenrevolten in Polen und Italien und den Prager Frühling bis hin zur Mai-Revolte in Frankreich… Es scheint, als hätten sich die Aufstände,

Übersicht: Am 14. und 15. Dezember veranstaltet die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) in Saarbrücken den Kongress „Deutsch-französische Hochschulkooperation: Ein europäisches Modell der Internationalisierung“. Partner der Veranstaltung ist der Club ParisBerlin. Rund 200 Teilnehmer aus dem DFH-Netzwerk werden für die Konferez erwartet, unter anderem Vertreter des Deutsch-Französischen Hochschulwesens und der Forschung sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und

Am 28 und 29 April 2017 organisiert das Frankophone Forschungsseminar der Universität Leipzig den IX. Forschungstag “Frankreich und Frankophonie” Nach dem wiederholten großen Erfolg und nicht minder großen Anklang der Forschungstage des Frankophonen Forschungsseminars der Universität Leipzig (FFSL), dem Thema “Frankreich und Frankophonie” gewidmet, die in Leipzig (2008-2011, 2014), in Frankfurt (2012) und in Siegen

24. Oktober 2014, 13.00 – 16.00 | Centre for Area Studies, Thomaskirchhof 20, 04109 Leipzig Im Rahmen des Workshops soll im Austausch französischer und deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutiert werden, wie die Französische Revolution sowohl in der heutigen Forschung, als auch in der französischen und deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Übergeordnetes Ziel ist die Erörterung der